Die Katze mit dem "Meerschaum"-Kleid - Korat

 

 

DIE KATZE

 

MIT DEM „MEERSCHAUM“ - KLEID

 

 

KORAT

 

 

Viele Katzenfreunde kommen ins Trudeln, wenn es darum geht, die blauen Kurzhaar-Rassen zu unterscheiden – entsprechen sie allen Kriterien ihrer Rasse, wird das freilich nicht so leicht passieren. Das gilt auch für dieses Schmuckstück mit den thailändischen Wurzeln, das nicht von ungefähr als Rasse für Kenner gilt. Werden Sie einer. Sie werden es nicht bereuen – denn eine Korat hat viel zu bieten: Sie ist selten, aber man muss nicht gleich die halbe Welt umrunden, sondern quasi nur über den Tellerrand schauen. Sie ist blau und trägt damit ein überaus beliebtes Kleid. Und sie ist von bemerkenswertem Liebreiz, kommunikativ und für alles aufgeschlossen. Also „treten Sie näher“ und lassen sich bezaubern ...

 

 

CHARAKTER – DIE GLÜCKSBRINGERIN

 

Die Korat symbolisiert in ihrer Heimat nicht nur Glück, sie bringt es auch. Ja, ich weiß, das sagt jeder von der Rasse, die er liebt. So soll es auch sein. Der Charme einer Korat kann da freilich noch eins draufsetzen, ganz besonders wenn man die Gelegenheit hat (oder sucht), sie in der freien Wildbahn ihres Zuhauses zu erleben. Korat-„Mutter“ Elfi Kleive beschreibt sie so: „Intelligent, neugierig, lustig und lebhaft. Sie ist kinderlieb und sehr anpassungsfähig und wird dadurch schnell ein zufriedenes, freundliches Familienmitglied. Sie hat eine besondere Fähigkeit, mit Menschen umzugehen, spricht gern mit ihnen und macht bei allem mit, spielt gern verstecken, fangen und andere Katzenspiele, apportiert und öffnet alle Türen (!). Wird ihr ein Spielchen nach einiger Zeit zu langweilig, versucht sie es oft schwieriger zu gestalten.“

Sie entwickeln sich zwar bisweilen etwas langsam, weshalb Jungtiere teilweise stark vom typischen Look abweichen können, doch hat sich die Knospe einmal geöffnet, blüht sie über viele Jahre, „am schönsten zwischen dem zweiten und neunten Lebensjahr“. Zudem sind sie robust und erreichen bei liebevoller Pflege spielerisch ein Alter von 16 bis 20 Jahren – im wahrsten Sinne des Wortes, weil sie bis zum seligen Ende aktiv und spielfreudig bleiben.

Dem ist nur eins hinzuzufügen: Nimm zwei. Denn eine Korat sollte nicht alleine sein, dazu ist sie zu klug (daher auch gut erziehbar) und zu munter. Es sei denn, es ist (fast) ständig jemand zu Hause und lässt sie am Alltag, an allen Tätigkeiten – kurz: an seinem Leben – intensiv teilhaben. Dann ist das Glück perfekt.

Falls es Sie interessiert: Aufgrund ihres lockeren Naturells gilt eine Korat übrigens als feine Ausstellungskatze, mit der es Spaß macht, auf Shows zu reisen (ohne jetzt gleich zu übertreiben und sie jedes Wochenende anderswohin zu schleifen). Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, sind ja Individuen. Aber da kommt schon Freude auf, oder?

 

 

            PFLEGE – EINFACH

 

            Koratkatzen sind überaus pflegeleicht, weil das kurz bis mittellange, glänzend feine und dicht am Körper anliegende Pelzchen ein „einfaches“ ist, d.h. sie haben keine/kaum Unterwolle. Im Prinzip hält sich eine Korat also selbst adrett, freilich wäre beim Fellwechsel ein bisschen Unterstützung willkommen (einmal wöchentlich), zumal sie es lieben, gefühlvoll gekämmt und gebürstet zu werden. Eine weiche Bürste mit ein bisschen Grip und ein feiner Kamm sind ausreichend. Hinterher wie immer mit feuchten Handflächen vom Kopf bis Schwanz abstreifen, um lose Haare zu entfernen.

 

 

            FARBEN – BLAU, WAS SONST?

 

„Die Katze Maled hat eine Körperfarbe wie Doklao. Die Haare sind glatt, mit Wurzeln wie Wolken und Spitzen wie Silber. Ihre Augen leuchten wie Tautropfen auf einem Lotusblatt“ – so steht es geschrieben, und diesen uralten Vers übersetzte Khun Prasit Sahakorn. Maled bedeutet Samenkorn, Dok ist das Wort für Blüte und Lao eine Art Pampas- oder Riedgras, dessen haarige Blüte silbrig und seidig glatt ist wie das Fell der Korat. In Thailand wird die Rasse Si-Sawat genannt: Si steht für Farbe und der Samen der Sawatpflanze (Maled) hat eine leicht haarige, silbrige, glatt glänzende Schale.

Im Vergleich mit anderen blauen Katzen (die im Prinzip ja alle blaugrau sind) ist die Korat meist relativ dunkel, eine tiefe Farbe ähnlich dem Nachthimmel oder dunkler Tinte, wodurch der typische Silberschimmer deutlicher hervorgehoben wird (siehe auch nächstes Kapitel). Das ist indes auch eine Frage des Geschmacks und etliche Züchter bevorzugen einen helleren Farbton. Die Thais nennen diesen Silberglanz übrigens “Meerschaum“ – und es gibt keine andere Farbe für diese Rasse als Silberblau! Jede Ähnlichkeit wäre rein zufällig und absolut unerwünscht ...

            Experimentiert wird mit dem seltenen Kleinod meines Wissens nicht. Nur die Engländer versuchten einen Ausfall und wollten, als bei einigen Korats Lilac auftauchte (ein Siamerbe wie das Point-Gen), neben Blau auch das Lilac zur Anerkennung zu bringen – hatten indes die gesamte Koratwelt gegen sich und weil sie das Lilac nicht „verkommen“ lassen wollten, verpaaren sie nun mit Thaikatzen und produzieren bunte Würfe ... Eine „echte“ Korat ist also immer blau und jeder „echte“ Koratzüchter möchte nicht nur, dass das so bleibt, sondern achtet auch auf rein „blaue“ Abstammung. Was sich übrigens wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte der Rasse zieht und für ein weltweit überwiegend uniformes Aussehen sorgt – wie die kleine Auswahl an Bildern zeigt.

 

 

         AUSSEHEN - EINFACH „HERZ“IG

 

„Typisch Korat“ sind drei charakteristische Merkmale: Die das Gesicht dominierenden großen, runden, grünen Augen mit einer leuchtenden Tiefe, in der man sich verlieren kann. Ein Attribut, das man bei Jungtieren kaum finden wird, denn die Augenfarbe ist oft erst mit zwei Jahren oder auch später fertig entwickelt. Bis dahin sind Nuancen zwischen golden und (grünlich-) bernsteinfarben möglich. Für Züchter grünäugiger Katzen ist das kein Novum, ein klares, sauberes Grün ist eine der größten Herausforderungen. Groß und rund sollen die Augen indes in jedem Alter sein.

Das zweite herausragende Merkmal ist das herzförmige Gesichtchen = en face gesehen beginnend an den fein geschwungenen Konturen der Augenbrauen, die an den Seiten sanft zum Kinn abfallend die Herzform vervollständigen. Wofür eine gute Breite zwischen und über den Augen erforderlich ist, andernfalls der Kopf zu schmal wirkt (Fehler!!) und das Herz gewissermaßen an Magersucht leiden würde. Ganz exquisit ist natürlich, wenn die rundlich-weiche Herzform dem Betrachter sozusagen ins Auge springt – das gibt es tatsächlich und ist absolut unverkennbar.

Besonderheit Nummer drei ist das silberschimmernde Fell, das sich bei Bewegung entlang des Rückgrades teilen kann. Ein Silberschimmer wird nun auch bei den Russisch Blau verlangt (die doppeltes Fell haben = Deckhaar und Unterwolle gleichlang), aber deutlich moderater als bei der zudem dunkleren Korat. Die so viele silbergetippte Haarspitzen haben sollen wie nur möglich. Das Blau kann variieren zwischen blaugrau und mittelblau an der Wurzel, wobei die Haare einen Hauch dunkler werden (wie angelaufenes Silber), gerade bevor sie in die silbrige Spitze übergehen. Das wird am besten ersichtlich, wenn man leicht gegen den Haarwuchs streicht. Überall dort, wo das Fell kürzer ist, wird der Silberglanz intensiver. Wesentlich ist die Harmonie zwischen dem Blau und dem Silbertipping, wodurch jede Linie des Körpers weich hervorgehoben wird.

Abgesehen davon ist eine Korat mittelgroß, muskulös und kraftvoll (nicht schwer gebaut, aber mit mehr Gewicht, als man aufgrund ihrer Erscheinung annehmen würde). Eine geschmeidige Katze mit leicht gewölbtem Rücken, die Hinterbeine etwas länger als die Vorderbeine. Die Ohren sind groß, breit am Ansatz (also keine Hasenlöffel) und hoch am Kopf gesetzt.

 

 

GESCHICHTE – MÄRCHEN AUS 1001 NACHT

 

Die Korat ist tatsächlich und jenseits jeder Legende eine sehr alte Rasse, die bereits in der Ayuthya-Periode (1350-1767) in neun verschiedenen Handschriften abgebildet und beschrieben wurde. Aus diesen, Smud Koj genannt, stammt auch der oben zitierte Vers und jeder, der in Bangkok die Nationalbibliothek besucht, kann sie dort bestaunen (oder ein paar Seiten auch bei pawpeds einsehen: History: Daphne Negus, Cats in Thailand). Sie enthalten kurze Beschreibungen in Versform und handgemalte Ansichten von 17 Glück bringenden und sechs für Unglück verantwortliche Katzen-Arten. Insgesamt 23 verschiedene klingt ziemlich gewaltig, relativiert sich indes aufgrund der Farben. So wird z.B. bei den Weißen zwischen Anzahl, Größe und Platzierung von farbigen Flecken oder Streifen penibel differenziert (was jeden Züchter gescheckter Katzen wohl einen Lachkrampf entlocken wird, denn das Scheckungs-Gen ist ungefähr so beeinflussbar wie das Wetter). Da hatten es die deutlich identifizierbaren schon leichter, wie etwa die an erster Stelle stehende Rabenschwarze, die darauf folgende Kupferkatze (Burma) oder die silberblaue Si Sawat auf Platz fünf, dicht gefolgt von der Siam. Allesamt Glückskatzen, logisch. Auf welchen wohlgefällig königliche Augen ruhten ...

Siams Herrscher Rama V. ... Musical-Filmfans vielleicht als Sondej Phra Paramindr Maha Chulalongkorn aus „The King And I“ bekannt – das ist der mit den vielen Kindern und der britischen Gouvernante, erstmals mit Yul Brynner und Deborah Kerr auf Zelluloid gebannt, im Remake (Anna und der König) von Chow Yun-Fat und Jodie Foster verkörpert (entschuldigen Sie den Sidestep) ... spielte auch im realen Leben eine große Rolle, unter anderem hinsichtlich der Katzenarten seines Reiches. Denn Ende des 19. Jahrhunderts gab er ein Buch darüber in Auftrag (welches gleichfalls im Nationalmuseum aufbewahrt wird), das später sogar in Blätter-Buchform gedruckt und für besondere Anlässe als Geschenk verwendet wurde. Der Herrscher galt als Bewunderer der hübschen Si Sawat und gab ihr den Namen Korat, möglicherweise weil das für ausländische Gäste leichter auszusprechen war. Hauptsächlich aber wohl deshalb, weil diese Katzen damals überwiegend im Bereich des Korat-Plateaus lebten, wo zudem die Könige von Siam seit der Zerstörung von Ayuthya einen zweiten Palast besaßen.

Nun kann man Glück nicht kaufen, nur geschenkt bekommen, heißt es (nicht nur) in Thailand. Und dieses symbolisiert bei der Korat das Silber, das für Reichtum und Wohlstand steht, und das Blaugrau als Farbe der Regenwolken, also ein Glück verheißendes Kolorit. Weil ein Land mit landwirtschaftlichen Strukturen wie Thailand natürlich sehr abhängig ist vom Regen. Und um ja nichts dem Zufall zu überlassen, gilt auch die leuchtende Augenfarbe der Korat, die an jungen Reis erinnere, als Sinnbild für gute Ernte. Alle diesen guten Wünsche und Hoffnungen gab man besonders gern Jungvermählten mit auf den Weg: Bekamen sie ein Pärchen Korat geschenkt, war ihnen ein glückliches Eheleben gesichert. Vor allem, wenn sich anlässlich einer feierlichen Zeremonie, während der die Katzen von der Brautmutter und ihrem Gefolge ins Hochzeitsbett getragen wurden, der Kater darin genüsslich räkelte. Dem übrigens auch das Privileg zukam, das Kinderbettchen einzuweihen, bevor das Neugeborene hineingelegt wurde. Offenbar scheinen auch bei den Katzen die Mädels eine eher untergeordnete Rolle zu spielen ...

So gesehen ist es jedenfalls nicht verwunderlich, dass die abergläubischen Thais kein Interesse daran hatten, ihre Glücksbringer für schnöden Mammon zu verscherbeln. Aber kleine Geschenke erhalten bekanntlich die Freundschaft.

Daher kamen die ersten (nachgewiesenen) Korats zunächst nur als solche sowohl in den Westen als auch in die USA. In England fand die Premiere vermutlich 1896 statt, als eine Mrs. Spearman, kurz zuvor aus Siam zurückgekehrt, ihre blaue Katze auf einer Show präsentierte – die prompt disqualifiziert wurde, weil sie nicht „biskuitfarben“ á la Siamesen war und einer solchen auch in keiner Weise glich. Ihr Einwand, dass die Katze direkt aus Siam käme und dort viele Verwandte hätte, fand kein Gehör. Die Korat geisterte aber schon viel früher durch die westliche Historie, denn ein Herr aus New York City namens Robin soll bereits im Jahre 1906 auf die Existenz zahlreicher Koratkatzen auf der Hochebene im Nordosten Siams hingewiesen haben. Und zwischen 1923 und 1934 gab der neue König von Siam seinem Berater in Fischerei-Angelegenheiten, Hugh M. Smith, den Auftrag, eine Studie über die Korat zu verfassen. Nachzulesen in amerikanischen Büchern über Siamkatzen. Womit wir nahtlos in den USA angelangt wären, wo auch die Zuchtgeschichte der Korat beginnt.

 

 

GESCHICHTE – MADE IN AMERICA

 

Und zwar 1959, wie die Historie vermerkt, als das Geschwisterpaar„Narra“ und „Darra“ als Geschenk einer thailändischen Züchterin bei Jean Johnson (Cedar Glen) landete. Um Inzucht zu vermeiden kreuzte sie Siamesen ein, was den Damen Rajamaitri (Mahajaya) und Sa-Ang Suravadi (Sirichai) nicht gefallen haben dürfte und sich daher bemühten, gute Zuchttiere nach Amerika zu schicken, um eine „saubere“ Basis zu schaffen. Die Katzen wurden auf Shows präsentiert und kamen gut an. Der nächste Schritt war unter Mithilfe von Daphne Negus (Si-Sawat) die Gründung einer Interessengemeinschaft, der Korat Cat Fanciers Associaction. Und die Verfassung strenger Zucht- und Verkaufsregeln, um die Rasse in ihrer ursprünglichen Form zu schützen und zu erhalten. Außerdem wurde penibel ein umfassendes Zuchtbuch erstellt, um die verschiedenen Blutlinien besser nutzen zu können.

1970 reisten die ersten Korat von den USA nach England. Aber da war der Zug, sich einen Namen in der Geschichte der Rasse zu machen, sozusagen schon abgefahren. Denn die Pionierrolle für Europa kam Skandinavien und Deutschland zu ... Österreich darf übrigens auch ein winziges Bisschen mitspielen, freilich nur insofern, als DIE Korat Pionierin Elfi Kleive hier ihre familiären Wurzeln hat ... allerdings in Norwegen lebt. Und dorthin 1974 nach siebenjährigem Thailand-Aufenthalt mit „Mahajaya Coco“ ein Souvenir brachte, das Mutterfreuden entgegensah. Mit „Solna’s Mats“ folgte kurz darauf der erste Ehemann aus den USA. Aufgrund der strengen Quarantänebestimmungen war der Zuchtanfang indes in Europa sehr schwierig, aber echtes Engagement kennt keine Hürde, sodass Elfi Kleive über das norwegische FIFe-Mitglied NRR 1982 die Anerkennung der Korat durchsetzen konnte. Unterstützt durch eine Handvoll (auch) deutscher Pioniere. Weitere Züchter folgten, nicht viele, aber fein über die Länder verteilt. Skandinavien (mit Finnland an der Spitze) und England sind aber die Hochburgen geblieben, dort finden sich heute mehr Züchter als in ganz Amerika.

Ein großer Aufschwung ist seither freilich nicht zu verzeichnen und die Zahl der Züchter relativ konstant geblieben. Das ist einerseits gut, Trends gehen immer zulasten einer Rasse, andererseits schade, denn die Korat könnte schon ein paar Anhänger mehr vertragen. Vor allem welche, die Sinn für Teamwork haben, weil Partner mitunter weit verstreut sind – und sich die Korat nicht für eine Zucht „im großen Stil“ eignet: Sie brauchen den engen Kontakt zu ihren Menschen, um sich selbst und ihren großartigen Charme voll entfalten zu können. Eine unglückliche Glückskatze wäre ja nun wirklich paradox ...

 

            Falls es Sie interessiert, zum Abschluss noch ein paar Plaudereien aus Elfi Kleive’s Nähkästchen:

„Ja, unser Kastrat Festus ... Für ihn war es immer ein besonderes Vergnügen, Menschen und Tiere zu erschrecken. Elegant sprang er zwei Meter hoch, um auf der Schrankwand zwischen den Antiquitäten zu landen, sodass Porzellan und Gläser schepperten. Schrie jemand erschrocken auf, war er zufrieden und kam sofort, um mit seinem Opfer zu schmusen. Er liebte es auch, unsere Katzendamen zu erschrecken. Die beiden Kätzinnnen lagen oft auf dem Treppenabsatz auf dem Teppich und sonnten sich. Festus lief die Treppe hoch und sprang von oben zu ihnen hinunter. Die Damen haben erschrocken gefaucht und er hat sich eins gelacht. Er war auch mein „guter Hirte“. Wenn ich den Zuchtkater „Mats“, der am Nachmittag immer etwas frei laufen durfte, rief und er nicht gleich kam, ging Festus und holte ihn. Mats voraus und Festus hinter ihm, kamen sie dann den Berg heruntergelaufen. Sie waren aber gute Freunde. Wenn Mats aus seinem Zimmer wollte und Festus hinein, um den Futterstand zu kontrollieren, drückte Mats innen auf die Klinke und Festus schob die Tür auf.

Coco dagegen war die ewig schnurrende geduldige Selee und zeigte nur ihren Unmut, wenn sie es für notwendig fand. Wir hatten eine seidenbespannte Sitzgarnitur, die für Kinder und Katzen verboten war. Coco respektierte dieses Verbot, aber wenn sie meinte, ich hätte ihr Unrecht getan, lief sie vor mir in den Wohnraum hinauf, setzte sich aufs Sofa und sah mich streng an. Kein Zweifel, was sie mir sagen wollte. Als mein Mann einmal verhinderte, dass sie sich mit einer anderer Kätzin balgte, schlug sie ihm mit der Pfote aufs Bein und marschierte dann mit hoch erhobenem Kopf und Schwanz ganz langsam davon. In ihren 17 Lebensjahren hat sie nie jemanden gekratzt oder gebissen, obwohl die Kinder oft wild mit ihr spielten.“

Und? Möchten Sie jetzt gern auch so ein blaues Kleinod haben? Im Internet werden Sie eine handverlesene Gruppe guter Züchter in relativer Nähe finden, und wenn Sie sich generell mehr informieren wollen gehen Sie auf www.koratworld.com

Ich wünsche Ihnen viel Glück ...

 

 

 

Fotos: Aberg, Dorozalska, Mästertassen, privat

 

Zum Vergleich:

 

v.l.n.r.: Burma blau, Russisch Blau, Orientalisch Kurzhaar blau und eine Britisch blau

 

 

 

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