Mit Homöopathie gesund durch den Herbst

MIT HOMÖOPATHIE

GESUND DURCH HERBST UND WINTER

 

 

Tipps gegen/bei Erkältung, Schnupfen & Co

 

 

Steht Väterchen Frost schon vor der Tür, hat sich der Organismus längst akklimatisiert und wir haben vermutlich die ersten Schnupfenattacken bereits hinter uns – denn riskant sind die Übergangszeiten, also Herbst und Frühling. Und selbst wenn es so scheint, als würden uns die Wetterkapriolen das ganze Jahr über plagen, ist jetzt die beste Zeit sich zu rüsten, um Erkältungskrankheiten auszutricksen. Oder, wenn das Malheur schon passiert ist, etwa mitten Winter, weil wir z.B. unserer Mieze ein "Geschenk" aus dem Büro mitgebracht und sie angesteckt haben, Schnupfen & Co den Kampf anzusagen ... Aber gehen wir's der Reihe nach an:

 

 

VORBEUGEN IST BESSER ALS HEILEN

 

Allemal, keine Frage. Nicht unbedingt ein Grundpfeiler unserer Kultur, welche uns seit Generationen erst zum Doktor eilen ließ, wenn das Malheur schon passiert war - oder aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mal dann, jedenfalls nicht solange uns ein paar Tabletten auf den Beinen gehalten haben -, neigt sich die Waagschale erfreulicherweise vermehrt zugunsten der Vorsorge. Die uns allenthalben umzingelnden Gesundheitsvorbeter haben also durchaus etwas Gutes. Nicht zuletzt weil sie damit auch Alternativmethoden in den Fokus rücken – wie die Homöopathie, die gerade auf diesem Gebiet der Schulmedizin weit überlegen ist respektive sein kann. Abhängig von der Erkrankung und in welchem Stadium sie sich befindet, versteht sich. Also wenden wir uns ohne lange Vorrede den entsprechenden Möglichkeiten zu, um Schnupfen & Co erst gar nicht aufkommen zu lassen:

 

Ø                 Eine ideale Vorsorge, um das gesamte Immunsystem anzukurbeln, ist, unserer Mieze eine Ampulle ECHINACEA COMPOSITUM S (Heel® - bitte den Beipacktext lesen) ins Trinkwasser zu mischen. Ob Solomieze oder Mehrkatzenhaushalt macht dabei ebenso wenig Unterschied wie die Menge, die eine Katze davon täglich aufnimmt. Wir beginnen mit den ersten Anzeichen auf ungemütlichen Wetterwechsel einmal wöchentlich oder fügen dem Wasser zweimal wöchentlich eine halbe Ampulle bei. Ich bin kein Wetterfrosch, aber wenn’s grimmig kommt und/oder wir selber schon nahe am Schniefen vorbeischrammen (was ist mit selber nehmen?), kann auf jeden zweiten Tag erhöht werden;

Ø                 den in etwa gleichen Effekt kann ACONITUM D30 erzielen (Echinacea Compositum hat eine breitgestreutere Wirkung), wovon wir ein- bis zweimal wöchentlich eine Tablette im Trinkwasser auflösen oder

Ø                 oral alle sieben Tage verabreichen – wobei nach vier bis sechs Wochen eine Gabe einmal monatlich absolut ausreichend ist. Ausnahme: Tiefere Potenzen.

 

 

SONDERFALL AUSSTELLUNG

 

Ob Bus, Supermarkt oder Ausstellungshalle macht in der Regel keinen Unterschied, sie alle sind besonders während der Übergangs- oder Winterzeit wahre Reservoire für „Grippe“-Viren. Damit Mieze dem Ansturm nicht schutzlos ausgeliefert ist,

 

Ø                 können wir am Morgen jeden Showtages eine Einzelgabe ACONITUM D 30 geben

 

Im Prinzip sollte zwar die wöchentliche Vorsorge ausreichen, aber angesichts einer möglicherweise massiven Attacke geht Sicherheit vor Risiko.

 

SCHNUPFENKILLER

 

Wem Vorbeugen warum auch immer zu mühsam ist, der kann’s sozusagen auch drauf ankommen lassen, muss dann freilich wachsam bleiben á la Indianer auf dem Kriegspfad, damit kleine Anzeichen früh erkannt und rechtzeitig reagiert werden kann. Egal ob es sich um Mieze oder ein menschliches Familienmitglied handelt – weil natürlich auch wir unsere Katze anstecken können. Und umgekehrt. Jeder von uns war schon mal erkältet und wird sich hoffentlich noch erinnern können, wie’s angefangen hat: Unübliche Müdigkeit, Lustlosigkeit, Kopfweh, Gliederschmerzen, Niesen (dreimal hintereinander reicht schon), dann muss unverzüglich ebenfalls

 

Ø                 ACONITUM D30 her, ein bis drei Gaben im Abstand von ½ bis rund zwei, drei Stunden sollten ausreichend sein, um die beginnende Erkrankung zu stoppen und ein Ausbreiten zu verhindern.

 

Das Mittel ist nicht nur der ideale Schnupfenkiller schlechthin, sondern für alle akuten fieberhaften Entzündungen im Anfangsstadium geeignet, weil es die sich anbahnende Entwicklung kappt, sodass die Erkrankung nicht Fuß fassen und sich in keinem Organ einnisten kann.

Wichtig: Zwar müssen wir nicht unbedingt bei einem einzelnen Niesen sofort die Hausapotheke stürmen und nicht alles muss ein Anzeichen dafür sein, dass sich etwas anbahnt – aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und es schadet nicht. Bei Unsicherheit geben wir eine Einzelgabe und warten ab. Weil: Die Phase, in der Aconitum, eine Pflanze namens Sturmhut, hilft, ist nur kurz geht schnell vorüber. Wiewohl in der Regel stürmisch verlaufend - bei Mieze zum Beispiel mit Erhöhung der Temperatur, heißem Kopf, Herzklopfen, schneller Atmung, oft auch Ruhelosigkeit - kann uns das dennoch insofern entgehen, als wir es nicht entsprechend (und vor allem rechtzeitig) interpretieren.

Werden wir erst aufmerksam, weil der Salonlöwe ein paar Mal hintereinander niest, viel blinzelt und die Augen (oder die Nase) feuchter aussehen als gewöhnlich, können wir Glück haben und den Feind noch vor dem Großangriff eliminieren. Und geben daher trotzdem

 

Ø                 ACONITUM D30 (drei Gaben in kurzen Abständen wie vor) und überwachen penibel, ob Besserung eintritt und in welcher Form: Bei deutlich besser respektive „fast wieder gut“ schieben wir noch einige Gaben nach. Insgesamt gesehen muss innerhalb von maximal 24 Stunden alles wieder im Lot sein, weil die Arznei dann nicht mehr greift;

Ø                 unter der Voraussetzung, dass der Veterinär mitspielt, gibt es eine weitere Möglichkeit, in diesem Stadium noch alles in den Griff zu bekommen: Eine Ampulle ECHINACEA COMPOSITUM (S oder forte S) wirkt, unter die Haut appliziert, ausgesprochen effektiv. Je nach Reaktion der Patientin kann anderntags wiederholt werden.

Ø                 Hinweis: „Unter die Haut appliziert“ klingt lässig, ist es aber nicht. Bitte wedeln Sie daher nicht mit einer Spritze, wenn Sie keinerlei Erfahrung haben!!

 

 

HILFE! SCHNUPFEN!

 

Wie schlimm es weitergehen kann hängt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Katze ... Mieze ist nämlich nicht bloß verschnupft, sondern leidet sozusagen an Existenzangst. Die Beeinträchtigung der Atmung, weil das Näschen verstopft ist, kann bei ihr in eine regelrechte Panik ausufern. Ganz abgesehen davon, dass sie auch nichts riechen und das Futter mangels auslösendem Reiz seine Attraktivität eingebüßt hat, sofern sie sich nicht sowieso so sterbenselend fühlt, dass ihr der Appetit vergangen ist. Die Welt ist total aus dem Lot, denn Katzen sind es nicht gewohnt, durch das Mäulchen zu atmen. Versuchen sie trotzdem zu fressen, verschlucken sie sich auch zumeist und so lassen sie’s lieber, röcheln und schnorcheln bis zur Verzweiflung und geben ein Bild des Jammers – und kämpfen ihrer Meinung nach ums Überleben.

Schreiten wir nicht energisch und hilfreich ein, könnte das arme Tier sehr wohl Bekanntschaft mit dem Sensenmann machen. Es empfiehlt sich also keineswegs, eine an sich harmlose Erkältung auf die leichte Schulter zu nehmen, denn unbehandelt wandert sie bis in die Lunge und dann ist mehr als Feuer am Dach.

Hinweise zur Dosierung aller nachgenannten Arzneien samt Dauer der Anwendung wie im Kasten angegeben! Das „klassische“ Folgemittel nach Aconitum ist

 

Ø                 BELLADONNA D4 (D6 oder D30); wir geben es wenn Mieze häufig niest, Tröpfchen oder wässrige Blasen beim Atmen aus der Nase austreten, weshalb sie sich an der Nase kratzt und scheuert, und/oder wenn die Augen schwimmen. Weitere Symptome können sein: geweitete Pupillen, eine sich heiß anfühlende Haut, voll klopfender Puls oder dass Licht, Lärm, Erschütterung oder Berührung die Patientin unüblich irritieren bzw. den Zustand verschlechtern.

 

In den meisten Fällen wird Belladonna ausreichen, aber das hängt natürlich auch von den jeweiligen Symptomen ab. Und da es ab jetzt durchaus Schlag auf Schlag gehen kann, ist ein guter Draht zum Apotheker wichtig (falls die Hausapotheke nicht entsprechend gerüstet ist), damit wir zügig fortsetzen können mit:

 

Ø                 ALLIUM CEPA D3, wenn der reichlich wässrige Nasenausfluss, der Nasenlöcher und Lippen wund macht, im Vordergrund steht;

Ø                 LACHESIS D12 (ist auch fiebersenkend), wenn der Nasenausfluss von wässrig zu schleimig oder schleimig-eitrig wechselt;

Ø                 HEPAR SULFURIS D12 wenn die Nase Schleim absondert und so verstopft ist, dass Mieze durchs Mäulchen zu atmen gezwungen wird;

Ø                 PULSATILLA D4 bei dickem, gelblich-cremigem Ausfluss, der manchmal auch grünlich aussehen kann, aber immer mild und nie wundmachend ist und in ziemlichen Mengen aus der Nase quillt;

Ø                   STICTA PULMONARIA D12 wenn die Nase komplett zu ist, also keine Absonderungen zu sehen sind. Ideal besonders dann, wenn weitere Symptome wie eine veränderte Stimmlage oder quälender Reizhusten auftreten. Die Arznei wird auch bevorzugt bei chronischer Entzündung der Nasennebenhöhlen eingesetzt.

 

 

KRÄCHZ – HALSENTZÜNDUNG!

 

Rot-glänzende Schleimhäute, die geplagte Patientin krächzt, würgt und speichelt ... das sieht nach Hals-/Rachenentzündung aus und wir sollten es zunächst mit einem

 

Ø                 Halswickel angehen: Ein nass-kaltes Taschentuch, darüber ein trockener, feiner Wollschal, -strumpf, was auch immer – ist die Beweglichkeit nicht komplett dahin, lassen sich das interessanterweise fast alle Katzen widerspruchslos gefallen, auch wenn sie die nächsten zwei Stunden damit verbringen müssen. Danach trocken rubbeln und abends noch einmal wiederholen.

 

Hat diese Soforthilfe nicht ausgereicht oder wollen wir uns nicht allein darauf verlassen

 

Ø                 greifen wir bei hochrotem Rachen wieder zu BELLADONNA D4 oder

Ø                 APIS D3, wenn die Schleimhäute wässrig-verdickt aussehen, während

Ø                 MERCURIUS SOLUBILIS D6 notwendig wird bei einer heftigen Entzündung mit meist starkem Mundgeruch;

Ø                 finden wir das Häufchen Elend mit unterschiedlich starkem Speichelfluss vor dem Napf und verzweifelt das Futter anstarren, aber nicht fressen, dann können wir uns den Blick „hinein“ fast sparen: Die Entzündung hat sich auf die Zunge ausgedehnt und wir sehen glänzend-rote, glatt und oft wie ausgestanzt wirkende kleine Flächen. Doch wie auch immer sie aussehen, es gibt ein mächtiges und wahres Wundermittel dagegen, das verlässlich (und schnell) hilft: BAPTISIA D12 (oder jede andere Potenz, welche eben schnellstmöglich zu bekommen ist). Die Arznei ist generell nützlich, wenn sich eine Entzündung im Nasen-Rachen-Mundhöhlenbereich lokalisiert hat;

Ø                   ist der Kehlkopf betroffen, kann Mieze ihrer Stimme verlustig gehen oder sie klingt deutlich verändert, wie bei uns wenn wir heiser sind; löst mittlerer Druck auf den Kehlkopf Schmerzen/Husten aus, begegnen wir dem Katarrh mit einem Halswickel wie vor und SPONGIA D6. Bitte: Auch wenn wir neugierig sind, ob und inwieweit eine etwaige Besserung eingetreten ist – der Kehlkopf ist kein Lichtschalter, also nicht immer wieder mal draufdrücken.

 

SCHAU MIR IN DIE AUGEN, KLEINES

 

Bei Erkältungskrankheiten sind die Augen zumeist nur mitbeteiligt und werden mit der gewählten Arznei quasi auch nur mitbehandelt. Dennoch kann es nicht schaden, zusätzlich homöopathische Augentropfen oder -salben anzuwenden, die bei nicht gravierenden Fällen außerordentlich gute Dienste leisten. Sie sind gezielt nach Symptomen ausgerichtet und/oder als Kombinationspräparate erhältlich – wiewohl für den Humanbereich, macht das jedoch bei Homöopathie (und NUR bei Homöopathie!!) keinen Unterschied und der Apotheker wird uns beratend beistehen. Sehr wohl einen Unterschied machen Salben oder Tropfen auf nicht-homöopathischer Basis, die einzig ins Tierarzt-Revier gehören und aktuell verordnet sein müssen. Bitte niemals irgendeine nehmen, die halt grad so herumliegt!

 

 

ALARM!

 

Da dieser Beitrag für Anfänger respektive leicht Fortgeschrittene gedacht ist, gehört eine Bronchitis mit steiler Fieberkurve, Apathie, Atembeschwerden und/oder beschleunigter Atmung mit/ohne Husten definitiv in die Hand eines Veterinärs. Ist dieser warum auch immer nicht hurtig verfügbar und wir haben die notwendigen Arzneien im Schränkchen, dürfen wir beherzt zur Tat schreiten – ABER bitte nur dann, wenn wir’s wirklich durchziehen können/wollen, das heißt Zeit/Urlaub haben/nehmen, um uns für etwa zwei, drei Tage ganz der Katze zu widmen – alles andere wäre unverantwortlich, weil’s der Mieze nix bringt, sondern das Leiden nur verschlimmert, denn es ist eine ernsthafte Erkrankung, die ihr schwer zusetzt. Also:

 

Ø                 BRYONIA D6 und PHOSPHORUS D12 sechsmal am Tag zweistündlich im Wechsel, und zwar verlässlich jeweils um acht, zehn, zwölf sowie 16, 18 und 20 Uhr – bitte nicht schlampen, die präzisen Zeitfenster haben ihren Sinn (den zu erklären jetzt den Rahmen sprengen würde).

 

Ist die Gefahr vorüber und die Besserung offensichtlich, reduzieren wir die Gaben allmählich bis zur Heilung auf je vier-, drei- und zweimal täglich. Es lohnt sich, aber noch einmal: Wir geben dem Doktor den Vorzug und jeder Anfänger sollte ihn trotz berauschendem Erfolgserlebnis aufsuchen – und sei es nur, um sich ein Schulterklopfen abzuholen ...

 

 

NOCH EIN VORSORGE-TIPP

 

Vorsorge beginnt nämlich bereits damit, dass wir, sollten wir selbst betroffen sein, nicht „freihändig“ niesen oder husten, damit Katze und Familie keinen Kontakt mit dem feinen Sprühregen von Viren haben – die Dinger sterben ja nicht sofort, sondern bleiben ein Welchen infektionstüchtig (je nach Art unterschiedlich kurz/lange, Influenza Viren z. B. zwischen 24 und 48 Stunden). Entscheidend für Dauer/Bekämpfung einer Infektion sind auch die Hygienemaßnahmen: Benutzte Papiertaschentücher sind echte Ansteckungsbomben (für uns genauso), also nicht bis zum letzten trockenen Fleckchen benutzen, sondern jedes Mal ungesäumt unzugänglich entsorgen.

Und in die Handfläche niesen/husten und hinterher die Katze streicheln (oder wem auch immer die Hand schütteln, den Griff vom Einkaufwagen anfassen etc. pp.) ist auch nicht das Wahre – über die Hände werden mehr Viren weitergegeben als durch andere Infektionsquellen. Experten raten daher zu häufigem (gründlichem) Händewaschen MIT Seife bzw. in die Armbeuge niesen/husten.

 

Erkälten kann man sich freilich auch am „anderen Ende“. Derweil wir uns an der Busstation die Füße abfrieren und die Kälte bis in die Eingeweide hinauf kriechen spüren, sind bei den Katzen die (üblicherweise) freiwilligen

 

 

FRISCHLUFTFANATIKER

 

betroffen und können sich aufgrund Durchnässung oder Unterkühlung Durchfall einhandeln. Unter anderem, denn ist eine Katze dem lange ausgesetzt, könnte sich auch eine Lungenentzündung einstellen. Seltener bei Freigängern, weil sie in Bewegung bleiben oder notfalls ein Schlupfloch aufsuchen, aber immun sind sie freilich nicht. Für sie ist es besonders in der ungemütlichen Jahreszeit wichtig, dass sie jederzeit Zugang ins Trockene und Warme haben. Eine Voraussetzung, die bei Stubentigern mit Gehege oder Balkon (so sie nicht versehentlich ausgesperrt werden) in der Regel stets gegeben ist – aber unterschiedlich genutzt wird. Interessanterweise sind gerade Katzen von Balkon oder Terrasse oft kaum wegzukriegen und sitzen unbeirrt auf dem regennassen Betonboden, weil kühle Feuchtigkeit „von unten“ aufgrund der Pelzhöschen nicht als so unangenehm empfunden wird. Und Schnee ist für viele überhaupt der Hit und darf auch nette weiße Häubchen auf die Katzenköpfe zaubern. Was dann mitunter die Innereien beleidigen und zu (meist) leichtem Durchfall führen kann. Das ideale Mittel ist

 

Ø                 DULCAMARA D4, das zudem generell als zuverlässige Hilfe bei Durchfall durch Wetterumschwung oder jahreszeitlich bedingtem Wechsel von heiß auf kühl/kalt und feucht gilt. Zumeist sind einige Gaben in kurzen Abständen ausreichend, bei Bedarf kann natürlich mit dreimal täglich fortgesetzt werden.

 

ZUM ABSCHLUSS

 

sei noch einmal darauf hingewiesen:

1.      Auch wenn das Krankheitsbild passt und wir im Prinzip mit den erforderlichen Arzneien gut aufgestellt sind: Ist das Allgemeinbefinden der Patientin sehr beeinträchtigt, müssen – ganz besonders Homöopathie-Anfänger – unbedingt den Veterinär aufsuchen, bevor sich die Erkrankung womöglich der Kontrolle entzieht;

2.      Und: Zwangsernährung ist so ziemlich das Letzte, was wir der sowieso schon geplagten Patientin zumuten sollten. Keine Katze fällt gleich vom Fleisch, wenn sie mal einen Tag aussetzt – nur die Aufnahme von Flüssigkeit ist wirklich extrem wichtig. Haben wir die Arznei richtig gewählt und sie greift (oder waren rechtzeitig beim Doc), ist Ungeduld ein schlechter Ratgeber. Zumal sich eine Katze, der wir gewaltsam was reinstopfen, was sie partout nicht mag, zusätzlich gestresst fühlt, was wiederum den Heilprozess behindert. Ein bisschen Anreiz mit winzigen, hinter die Lefzen geschobenen Futterkügelchen ist erlaubt, aber nur, wenn sie sich nicht wehrt! In welchem Fall dann gern zu in Spritzen (ohne Kanüle, klar!!) aufgezogene Flüssignahrung gegriffen wird: Bitte nur Tröpfchenweise, denn da ist Gefahr im Verzug: Verschluckt sie sich, ist die Lungenentzündung nicht weit. Verweigert sie absolut alles, das heißt sie trinkt auch nicht, MUSS der Tierarzt her, damit die Katze nicht austrocknet und womöglich ihrem Schöpfer ins Angesicht blickt ...

 

In diesem Sinne: Kommen Sie gut durch den Herbst – und in aller Regel damit auch gut durch den Winter. Erst wenn sich der Frühling ankündigt, werden diese Tipps wieder aktuell ...

 

 

Dosierung und Dauer:

1 Gabe = 1 Tablette (Kitten ½) oder ½ Mokkalöffel Pulver (= ca. 1 gehäufte MSP) oder 5 (Kitten) bis 10 Globuli. KEINE Tropfen!

* Wir beginnen immer mit jener Arznei, die insgesamt am besten passt oder wählen sie nach einem im Vordergrund stehenden Symptom aus, und starten (sofern nicht anders angegeben)

* mit drei Gaben in Abständen von 10/15-30 Minuten und setzen bei Besserung und gleichen Symptomen mit einigen Gaben zwei-/dreistündlich fort. Danach dreimal täglich bis zur Heilung.

* Wechseln die Symptome (das heißt, ein anderes tritt in den Vordergrund), wechseln wir auch die Arznei (oder geben beide, aber nie mehr als drei) und zwar überlappend = fügen zwei-, dreimal dem vorigen Mittel das neue hinzu und setzen das „alte“ dann ab.

Verabreichung:

Bei allen akuten Erkrankungen ist es von Vorteil, Arzneigaben direkt auf die Mundschleimhaut aufzubringen, um eine raschere Wirkung zu gewährleisten. Bitte darauf achten, dass die Globuli-Kügelchen nicht wieder herausquellen oder irgendwo heimlich ausgespuckt werden = im Zweifel packen wir’s auf ein Blatt Papier, schlagen die Ränder darüber und klopfen sie platt. Oder kaufen besser gleich Pulver oder Tabletten (in den meisten Apotheken allerdings leider mit längerer Wartezeit verbunden) oder einen Plastik-Minimörser (sieht aus wie ein runder Bleistiftspitzer)

Bitte Homöopathika nicht mit Metall in Verbindung bringen = Plastiklöffel!

 

 

 

 

 

©   KatzenJournal, all rights reserved

Site Originated 17.01.2013