Die Übersinnliches

DIE ÜBERSINNLICHE

 

 

Jenseits notorischer Skeptiker oder Ignoranten wird wohl niemand bezweifeln, dass die Sinnesleistungen einer Katze den unseren überlegen sind und, abgesehen vom Riechen, auch den Hund ziemlich blass aussehen lassen. Wenn es freilich ums „über-sinnliche“ Wahrnehmungsvermögen geht, also um gar nicht oder nur schwer erklärbare Fähigkeiten oder Ereignisse, womit Katzen uns so oft verblüffen, tippen sich die meisten an die Stirn und erklären uns rundheraus für Spinner.

Ein Schicksal, das auch jene Menschen ereilt, die in Sachen sechster Sinn ziemlich was drauf haben. Und was ist mit den Hunden, deren oft außergewöhnliche Leistungen auch nicht von schlechten Eltern sind? In die Zukunft sehen können wir jedenfalls alle nicht ... Hm. Oder doch?

 

 

WISSENSHUNGER

 

Tatsache ist, dass wir alle drei (unterschiedlich gute) Beobachtungstiere sind und sämtliche Wahrnehmungen gespeichert werden, um bei Bedarf abrufbereit zu sein. Bei der Reizüberflutung, der wir täglich ausgesetzt sind, ist freilich die Kapazität schnell erreicht, weshalb das Gehirn permanent selektiert und alles, was nicht wiederholt abgefragt wird, in der großen Ablage namens Unterbewusstsein deponiert. Und bevor es dort heißt: wegen Überfüllung geschlossen, wird ebenfalls aufgeräumt und was rausfällt, ist in der Regel bleibend verloren. Das heißt, es klingelt auch nicht (oder höchstselten), wenn wir daran erinnert werden. Bei Katzen und Hunden funktioniert das genauso, aufgrund differenter Prioritäten logischerweise nach anderen Kriterien.

Das ist indessen nicht der Grund, warum wir bei Bello mit schöner Regelmäßigkeit einige Kommandos „aufwärmen“ müssen, obwohl er sie an sich im Schlaf beherrscht ... und auch die mit Begehrlichkeit nach unserem Schnitzel schielende Katze hat keineswegs vergessen, dass sie bei Tisch noch nie gefüttert wurde – das sind lediglich Tests, ob WIR das noch wissen ... Weil Katzen und Hunde die Schwachstellen ihrer Menschen sehr genau kennen – ohne daran einen Gedanken zu verschwenden, denn das sagt ihnen ihr Instinkt. Und wenn unserer funktioniert, dann wissen wir‘s auch ... und dass sie wissen, dass wir‘s wissen ... Und dass Katzen es trotzdem versuchen, denn an ihre Geduld kommt so schnell keiner heran. Außerdem haben sie ein extrem feines Gespür für die Gunst der Stunde ... Oder ist es doch Telepathie? Oder können sie Gedanken lesen?

Schließlich: Warum bitteschön ist die Gute schon unsichtbar, bevor uns noch einfällt, dass wieder mal Entwurmen ansteht? Oder sich längst verkrümelt hat, ehe es gewittert im trauten Heim? Ist sie wirklich nur eine enorm sensible, geduldige Beobachterin oder ist da doch mehr dahinter?

 

 

FABELHAFTE FÜHLER

 

Das, und möglicherweise auch der Mythos des Übersinnlichen, der Katzen spätestens seit dem Mittelalter anhaftet, hat nun in der Tat die PSI-Forscher nicht ruhen lassen. Mit Parapsychologie werden übersinnliche Fähigkeiten bezeichnet, die außerhalb des normalen Wachbewusstseins liegen und ohne Zuhilfenahme der Sinnesorgane funktionieren. Seit unsere Leisetreter zum Gegenstand ihrer Forschungen avanciert sind, ist jedenfalls wissenschaftlich untermauert, dass sie unabhängig von ihren Sinnesorganen übersinnliche Fähigkeiten haben, also jenseits des normalen Wachbewusstseins. Und zwar in den Bereichen Hellsehen, Präkognition (= Vorhersehen von Ereignissen) und Telepathie (= „Fernfühlen“, Wahrnehmen von Gedanken und Gefühlen anderer). Klingt toll, oder? Allerdings wird diese Begabung nur etwa 30 Prozent der Katzen zugestanden.

Übrigens: In der Disziplin Geistheilung konnte Mieze nicht punkten, wobei mich brennend interessieren würde, wie man an einer Katze Heilkraft per Gedanken testen kann, um nachweisen zu können, dass sie’s eben nicht draufhat. Eine Anlage für Psychokinese (= Dinge durch reine Geisteskraft zu bewegen) wurde gleichfalls nicht gefunden – und obwohl Mieze diese Fähigkeit angesichts des Rinderfilets auf unserem Teller zweifellos gefallen würde, kommt sie auch locker ohne diese aus, wenn sie ihren Menschen gut erzogenen hat.

 

 

AUF EINER WELLENLÄNGE

 

Ihre Beziehung zu uns ist der Teil, wo bei mir diverse sachte Zweifel aufkommen. Denn Katzen können Stimmungsschwankungen fühlen respektive sogar riechen, da entgegen jeder Mystifikation beispielsweise bereits die kleinste Veränderung des Adrenalinspiegels unseren normalen Körpergeruch verändert – oder stehen Sie total cool der Entwurmungsprozedur gegenüber? Und deuten nicht schon eine Weile vor jedem Streit die Emotionen auf Sturm? Außerdem kann Mieze (ebenso wie Bello) Körpersignale lesen wie unsereins die Tageszeitung. Genauso wissen Menschen, die einander sehr verbunden sind, oft ohne Worte um die Gedanken des anderen, ohne dass Telepathie im Spiel wäre. Eine Veranlagung, die ja auch nicht alle Menschen besitzen, aber durch große, meist Jahre oder gar jahrzehntelange Vertrautheit wettmachen. Warum sollte dieser Gleichklang zwischen Katz‘ und Mensch nicht genauso funktionieren? Selbst unter Berücksichtigung, dass Katzen „anders denken“ als wir.

Vor etlichen Jahren habe ich in den Tiefen des Internets einen Test gefunden, leider weiß ich nicht mehr wo und kann daher die Quelle nicht nennen (wenn ich’s von Ihnen geklaut habe, bitte melden!). Wenn Sie Zeit und Spaß dran haben, können Sie damit jedenfalls versuchen herauszufinden, ob Ihre Mieze telepathische Kräfte besitzt und wenn ja, wie stark ausgeprägt sie sind:

 

Ø                 Wählen Sie einen Moment, in dem Mieze entspannt irgendwo sitzt, ohne Sie zu beachten (sie sollte möglichst nicht liegen, weil dabei häufig alle Sinne zielgerichtet reduziert aufs Notwendigste arbeiten). Setzen Sie sich seitlich so hinter sie, dass weder ein Blickkontakt möglich ist noch Sie ihre Aufmerksamkeit erregen. Atmen Sie ein paar Mal ganz tief durch, um sich ebenfalls zu entspannen, und schicken sodann etwa zehn Sekunden lang liebevolle Gedanken an Ihre Katze – z.B. indem Sie sich an eine besonders innige Situation erinnern.

Ø                 Wiederholen Sie das an mehreren Tagen, insgesamt etwa zwei Dutzend Mal, und (ganz wichtig) zu unterschiedlichen Uhrzeiten, da telepathische Anlagen manchmal z.B. von Mondphasen oder auch Wetterveränderungen beeinflusst werden.

Ø                 Jedes Mal, wenn Ihre Katze Ihnen innerhalb dieser zehn Sekunden den Kopf zuwendet und Sie ansieht, machen Sie einen Strich auf einer Liste. Je mehr Striche am Ende, desto größer Miezes telepathische Fähigkeiten: Bis zwei = keine, bis fünf = minimal, bis acht = gutes Mittelfeld, bis zwölf = ausgeprägt, alles darüber = hochgradig und außergewöhnlich.

 

 

GEISTESBLITZ

 

Ungleich aufregender ist vielleicht die Sache mit der (wissenschaftlich belegten) Gabe, Unheil vorauszusehen. Zu fühlen eigentlich (wie Erdstrahlen), denn Vulkanausbrüchen, starken Unwettern und Erdbeben geht eine extreme Erhöhung statischer Elektrizität voraus. Auch Veränderungen im Magnetfeld der Erde gehören zu den Begleiterscheinungen und all dieses wird in erster Linie vom „Radar im Haar“ registriert – gleichfalls zuständig dafür, dass Mieze z.B. auch bei vollkommener Dunkelheit (wo Katzen genauso wie wir nichts sehen) jedes Hindernis penibel umrunden kann, weil die in Nervenenden mündenden Tastkörperchen ihrer Haare jeden noch so winzigen Luftstau wahrnehmen ... Ortet das Peilsystem nun Ungemach, können ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Haare zu Berge stehen. Freilich nicht alle zusammen, außer die Katastrophe steht sozusagen schon vor der Haustür. Während wir möglicherweise vage über unerklärliche nervöse Spannungen klagen oder halt beschwerdefrei aus den Nachrichten erfahren, dass in Afghanistan die Berge gewackelt haben, hat‘s im extrem empfindlichen Vorwarnsystem unserer Samtpfote längst geklingelt. Selbst dann, wenn ein Erdbeben unser Land gar nicht oder nur vernachlässigbar erreicht. In welchem Fall Frau oder Herr Katz natürlich auch keinen Grund für Panikäußerungen sieht.

Feuer wiederum können sie aufgrund der veränderten Luftzusammensetzung bzw. Luftdruckveränderung gleichfalls spüren, ebenso wie jede minimale Erhöhung der Temperatur. Zudem können sie es lange vor uns bereits riechen, je nach Windrichtung bisweilen durchaus über etliche Kilometer.

 

 

RETTUNGSKATZE

 

Wozu brauchen wir Nachrichten, wenn wir doch eine Katze haben? Oder einen Hund? Der kann das nämlich auch, allerdings weniger gut. Nun ja, weil Bimmeln eben nicht Gefahr im Verzug bedeutet. Erst wenn die Sturmglocke dröhnt, zeigt Mieze die folgende Katastrophe wiederholten glaubhaften Berichten zufolge durch Unruhe an, starke Erregung, Schreien und/oder panische Fluchtversuche, rennt in geschlossenen Räumen zur Tür oder wirft sich sogar gegen die Fensterscheibe. Je nachdem, wie nahe oder schwer das Unglück ist. Einigen Katzenbesitzern könnten solche oder ähnliche Reaktionen möglicherweise noch aus der Zeit der Reaktorkatastrophe bei den tschechischen Nachbarn in Erinnerung sein.

Über diese Fähigkeit, mittlerweile ebenfalls wissenschaftlich belegt, verfügen freilich auch andere Tiere, sind indes selten „zur Hand“ (wie Wildtiere) oder ihre „Mitteilungen“ sind nur schlecht bzw. ungenau zu interpretieren. Berichte über plötzliches Flüchten ganzer Herden oder ungewöhnliches Verhalten gibt es jedenfalls zuhauf. Nicht, weil sie sozusagen am verständlichsten sprechen, sondern weil sie sich vor allem als extrem empfänglich für atmosphärische Störungen erwiesen haben - und im Verlauf von Katastrophenforschungen die höchste „Treffer-Quote“ in ihrer Eigenschaft als Vorwarnsystem verzeichnen konnten - werden besonders in durch Erdbeben oder Vulkane gefährdeten Gebieten vorzugsweise Katzen gehalten. Mieze ist also von der Spukgestalt zur Akademikerin avanciert, denn die Analyse ihrer Fähigkeiten wurde als Basis zur Optimierung technischer Frühwarnsysteme genutzt ...

Während Hunde aufgrund ihrer unvergleichlichen Nasenarbeit als rettende Helfer nach Katastrophen unverzichtbar geworden sind, haben Katzen dazu beigetragen, dass Menschen rechtzeitig gewarnt und aus der Gefahrenzone gebracht werden können. Klasse Teamwork!

 

LOGIK & GEFÜHL

 

Wir können logisch denken, Katzen nicht. Was daran liegt, dass wir überwiegend rechtsorientiert sind und (weil’s im Oberstübchen verkehrt herum zugeht) damit geprägt von der linken, „logischen“ Hirnhälfte. Katzen wiederum sind zumeist linksorientiert, das heißt, dass ihre rechte Gehirnhälfte dominiert, die besonders für intuitive Fähigkeiten zuständig ist. Linkshänder sollen deshalb eine größere Neigung zu Kunst, Esoterik und Psychologie haben, und linkspfötige Katzen eben eine besondere zur Spiritualität, wo Gefühle, Stimmungen und Empfindungen vorherrschen. Allerdings sind Katzen ebenso wenig Klone wie wir, also wird’s auch welche geben, wo es andersherum läuft. Das können Sie auch testen, wenn Sie möchten:

 

Ø                 Nehmen Sie z.B. die Pappröhre von einer leeren Küchenrolle und legen Sie ein Leckerli hinein, tief genug, sodass Mieze danach angeln muss. Wiederholen Sie das Spielchen ein, zwei Dutzend Mal und notieren, welche Pfote sie dabei jeweils benutzt. Am Ende können Sie sehen, welche Seite und damit welche Gehirnhälfte das Sagen hat.

Ø                 Beobachten Sie, auf welcher Seite sie üblicherweise (= nicht immer!) schläft. Meistens rollen sich Katzen zum Einschlafen in „ihre“ Richtung.

Ø                 Nehmen Sie die Mieze auf den Arm und wagen ein Tänzchen – schmiegt sie sich bei rechtsherum enger an und/oder versucht sich festzuhalten, wie um gegenzusteuern? Spüren Sie dabei ihre Muskelanspannung, einen leichten Widerstand, oder ist es ihr womöglich gar so unangenehm, dass sie lieber gleich wieder runter will? Und gegen Linksdrehungen hat sie keine Einwände (aber Ihnen wird schwindlig)? Alles klar!

 

Das ist auch die Erklärung dafür, warum Plätze mit unterirdischen Wasseradern, an denen wir schlecht bis gar nicht schlafen können, von Katzen sehr gerne aufgesucht werden – die Strahlen sind zirkulär linkspolarisiert, während Heilquellen wiederum (logischerweise) rechtspolarisiert sind. Kein Mirakel und wissenschaftlich untermauert. Mieze nimmt übrigens damit gegenüber fast allen Säugetieren eine Sonderstellung ein, steht aber dennoch nicht allein auf weiter Flur, weil die meisten Insekten, die Schlangen, Biber und auch Feldhasen gleichfalls linksorientiert sind. Hunde übrigens nicht, soweit ich herausfinden konnte. Leider auch nicht, ob sie deshalb nun einen größeren Zugang zur Logik haben könnten ...

 

 

WO GEHT’S HIER NACH LIVERPOOL?

 

Bello hat dafür die Nase vorn, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn es ums sagenhafte Heimfindevermögen geht. Es ist nämlich der beste Spurenleser unter der Sonne (fast, das Säugetier mit dem feinsten Riecher ist der Bär) und für ihn sind sogar wirklich ur-ur-uralte Spuren noch immer so sichtbar wie für uns eine blinkende Neoreklame. Auf Miezes Geruchssinn hingegen ist kein Verlass, wenn sie verloren geht oder wird, sprich ausgesetzt oder irgendwo zurückgelassen. Und trotzdem kann sie Hunderte von Kilometern zurücklegen, um sicher im Heimathafen zu landen. Wie geht das? Swatch und himmlische Hilfe machen’s möglich, sozusagen.

Katzen haben eine innere Uhr – kennt jeder, der einen pünktlich zu den Mahlzeiten auf der Matte stehenden Streuner hat (beispielsweise, können Stubentiger auch). Diese Uhr ist nun laut Verhaltsforscher Michael W. Fox auf die Ortszeit zu Hause eingestellt und stimmt bei größeren Entfernungen nicht mehr mit dem Stand der Sonne überein. Weshalb Mieze so lange läuft, bis alles wieder korrespondiert. Noch diskutiert wird, inwieweit sie (zusätzlich?) von Magnetfeldern geleitet wird oder Erdstrahlen folgt. Die Empfänglichkeit für beides ist nachgewiesen, bisher aber nicht restlos geklärt, in welchem Zusammenhang selbige mit ihrem Zuhause stehen. Nur auf den letzten Kilometern, bis sie endlich quasi in „ihrer Gegend“ ist, orientiert sie sich an bekannten Geräuschen und Hindernissen, denn für eine Katze hat sogar jede Straße ihr individuelles Rauschen. Hat Mieze jedoch noch niemals auch nur einen Fuß vor die Tür gesetzt, fehlen ihr diese Wegweiser und damit enorm wichtige Details – völlig klar. Oder?

Mitnichten, denn nicht einmal reine Sofatiger leben im Elfenbeinturm und auch ihre Welt gleicht einem riesigen Klangbild unterschiedlicher Tonfolgen – drinnen wie draußen -, die sie irgendwo im Netzwerk der Tiefen ihrer Erinnerung gespeichert haben. Wenn’s sein muss, werden daher Klangfarben und Tonwellen zur Orientierung benutzt und solange ausgelotet und sortiert, bis sie zusammenpassen. Stimmt also der „Pegel“, stimmt auch die Richtung. Und das klappt auch bei großen Entfernungen? Tja, zumindest in Amerika. Denn dort soll eine Katze, die vor dem Umzug ihrer Leute von A nach B an eine Familie in C verschenkt wurde, mehr als tausend Kilometer weit gelaufen sein und ihre Menschen am neuen Ort tatsächlich wiedergefunden haben ... Abgesehen davon, dass ich als Katze ihnen nicht hinterhergelaufen wäre, ist das schon ein bisschen mystisch, oder?

Was bleibt? Wahnsinnig viel Mystisches ist da trotzdem nicht im Spiel. Und „richtig“ in die Zukunft sehen im Sinne von zeitlich weit entferntes Vorhersagen von was auch immer kann Mieze definitiv nicht – wozu auch? Sie lebt im Jetzt und allein das zählt. Kurzfristig funktioniert das bei ihr freilich schon, wie die Sache mit den Erdbeben und ein paar anderen „Ahnungen“. Bei uns weniger bis nicht. Aber wozu haben wir die Technik erfunden?

Übrigens: Es gibt sogar einen siebten Sinn. Aber davon ein andermal.

 

 

Karten legen oder was?

Menschen mit parapsychologischen Fähigkeiten gibt es ziemlich viele, die Dunkelziffer nicht eingerechnet – das heißt jene, die sich dessen gar nicht bewusst sind oder nicht ins „Gerede“ kommen wollen. Wahrsager oder Astrologen sind freilich nur die wenigsten von ihnen, denn eigentlich ist diese Gabe ebenso ernsthaft wie real, auch wenn vieles davon nicht erklärt werden kann. Aber schon Einstein wusste: „Welch trist Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil“ ...

 

 

Was kann der Hund?

Im alltäglichen Zusammenleben mit uns Menschen ist er ähnlich begabt wie die Katze, die ihm an Feinfühligkeit allerdings doch deutlich überlegen ist. In der Regel ist daran nichts Mystisches, sondern basiert auf einer perfekten Kombinationsgabe und einem ebensolchen Zusammenspiel seiner (fünf) Sinne.

Was er uns allen voraus hat, ist sein Geruchsvermögen, das neben der Stöberarbeit immer häufiger auch in der Medizin genutzt wird: So haben z. B. Experten des Deutschen Diabetes Forschungsinstitutes darauf hingewiesen, dass (etwa ein Drittel der getesteten) Hunde in der Lage war, Unterzuckerung beim Menschen wahrzunehmen, noch bevor der Diabetiker selbst Anzeichen einer Hypoglykämie spürt. Das Institut hat in Gemeinschaft mit einer Tierklinik ein Projekt zur näheren Untersuchung dieses Phänomens gestartet und mittlerweile sind auch bereits gezielt ausgebildete „Warnhunde“ im Einsatz, ausgeweitet auf Epileptiker. Viel Übersinnliches haben Hunde somit nicht zu bieten, bei solchen Talenten brauchen sie das aber auch nicht.

 

 

 

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