Sterbebegleitung mit Licht- & Farbtherapie

 

 

 

 

 

Eine ganz besondere Art der Sterbebegleitung:

 

Licht- und Farbtherapie, unterstützt mit Bachblüten

 

 

Wer wünscht allen seinen Lieben nicht ein sanften Tod? Zweifellos jeder, selbstverständlich auch unseren Tieren, zumal bei ihnen die Möglichkeit des Erlösens besteht. Aber wie sanft ist Euthanasie, ist sie immer der beste Weg? Denn egal ob wir einen Bezug zu alternativen Methoden haben oder nicht, stehen wir in der Regel der Todesspritze mit gemischten Gefühlen gegenüber, ungeachtet der Endgültigkeit. Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen einen Ausweg näherbringen, der in vielen Fällen das Einschläfern vermeidbar machen kann - und um Skeptiker nicht abzuschrecken, habe ich mich weitgehend auf die wesentlichsten, mehr oder minder nüchternen Komponenten beschränkt, die jeder nachvollziehen kann, auch wenn er nicht esoterisch orientiert ist.

Alles was Sie aufbringen müssen, ist nichtsdestotrotz rares Gut (und auch nicht jedem gegeben): Zeit, Geduld und die Bereitschaft, sich auf etwas Nichtgreifbares einzulassen ...

 

 

HEMMSCHWELLE

 

Wir haben ein ambivalentes Verhältnis zum Tod und sprechen nicht gern darüber, weil das in der westlichen Zivilisation nicht so selbstverständlich zum Leben gehört wie in anderen Kulturkreisen. Außer vielleicht, wenn es sich um sogenannte Nutztiere handelt, wo sich unsere Emotionen auf einer ganz anderen Ebene bewegen. Natürlich vermeiden wir Worte wie Tod oder Sterben nicht grundsätzlich, aber betroffenen Angehörigen gegenüber wählen wir aus Gründen der Pietät doch bevorzugt Umschreibungen – wovon ich mich selbst nicht ausnehme, weil beispielsweise „verlieren“ ja doch ein Quäntchen Wiederfinden impliziert und nicht so schmerzvoll und brutal endgültig klingt. Auch wenn jeder weiß, dass eine tote Katze nicht einfach wieder auftaucht wie ein verlegter Schlüsselbund. Alles was uns „danach“ bleibt ist nicht greifbar, nämlich die Erinnerungen und die Unsterblichkeit der Seele. Ungeachtet dessen, was jeder Einzelne davon hält, spendet der Gedanke daran ein wenig Trost, etwas, woran wir uns klammern können.

Neben der Hoffnung auf ein Wunder, die wohl jeder von uns bis zur sprichwörtlichen letzten Sekunde in sich hegt, wenn er mit seiner Katze unterwegs zum Einschläfern ist. Natürlich bleiben wir bei ihr, bis das kleine Herz zu schlagen aufgehört hat, aber der Schock ist dennoch unausbleiblich – den wir allerdings in Kauf nehmen, weil es immer noch „schneller“ geht und weil wir denken, der Katze dadurch zu helfen. Aber ist es wirklich immer eine Hilfe? Oder liegt es – auch - daran, dass wir dieses Trauma besser zu verkraften meinen als den Schmerz, unserem Liebling beim langsamen Sterben zuzusehen? Oder weil wir die Verantwortung, ein Lebewesen vom Leben zum Tod zu befördern, nicht allein tragen müssen, sondern sozusagen mit dem Veterinär teilen? Manchen Menschen ist ja sogar das schon zu viel und sie begleiten ihr Tier nicht einmal auf diesem letzten Weg, sondern schicken eine Ersatzperson („ich kann das nicht sehen, das verkrafte ich nicht“), ohne daran zu denken, wie verlassen sich die felide Freundin dabei vielleicht fühlt.

 

LEBEN UM JEDEN PREIS

 

Nun, es ist schwer, keine Frage. Und die „richtige“ Entscheidung zu treffen wird durch die Thematik dieses Beitrages, nämlich Sterbebegleitung mittels Farbtherapie, möglicherweise auch nicht leichter. Aber wir wissen, dass die meisten Menschen Angst haben, in der Sterilität eines Krankenhauses ihre letzten irdischen Stunden/Tage verbringen zu müssen und es vorziehen, in vertrauter Umgebung zu sterben. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es einem Tier anders geht. Was jetzt bitte nicht als Plädoyer missverstanden werden soll, ein todkrankes Tier sich selbst zu überlassen, bis es eben von alleine seinen letzten Schnaufer macht. Ich persönlich denke auch, dass Euthanasie durchaus ein Thema bleibt und bis zu einem gewissen Grad als Vorrecht angesehen werden kann, weil die Devise der westlichen Medizin - Leben um jeden Preis – bei Tieren nicht zwingend vorgeschrieben ist. Hier haben wir die Wahl, auf welche Weise wir unserer Katze das Sterben erleichtern können. Wird sie von unerträglichen Schmerzen geplagt und jede Minute ist eine Qual, ist schwer vorstellbar, dass es keine Hilfe sein soll, den Sterbeprozess abzukürzen.

 

 

BEISTAND

 

Leiden zu beenden heißt (meiner Meinung nach) nicht, dem sterbenden Tier die Begleitung zu versagen. Wenn es zu gehen bereit ist, in meinen Armen einschläft und wir darüber hinaus noch so lange zusammenbleiben, bis sich auch die kleine Seele losgelöst hat und der Abschied physisch wie psychisch für mich fühlbar ist (das spürt man wirklich), schmälert das weder die „Natürlichkeit“ des Sterbeprozesses noch verringert es die innerliche Verbundenheit. Denn auch in einer kühlen Tierarztpraxis können alle Geräusche rundum verebben, wenn Mensch und Tier noch einmal verschmelzen, bevor jeder seinen Weg geht. Das Miezlein ins Licht und ich nach Hause, mit der tröstlichen Gewissheit, dass es gut getan war. Trotz Restzweifel, die wohl unvermeidlich sind.

Diese Zeitspanne „danach“ ist freilich enorm wichtig, denn es gibt eine Phase zwischen dem letzten Herzschlag und dem Loslösen von der irdischen Hülle, in welcher auch nach dem klinischen Tod Zuwendungen verbaler und nonverbaler Art noch „ankommen“ - wie wir von Menschen wissen, die wieder „zurück“ gefunden haben und sowohl von einem ungewöhnlichen hellen Licht erzählten als auch vom Wahrnehmen ihrer Lieben am Sterbelager. Weshalb wir genauso einer verstorbenen Katze noch alles sagen können, wozu wir vorher vielleicht nicht gekommen sind. Durch diese intensive Form des Abschieds weicht der Schmerz einer inneren Ruhe und der stille, friedliche Körper tut ein übriges, die Trennung zu akzeptieren. Weil unser Gehirn in Bildern arbeitet, die als Realität empfunden werden und wir den Frieden „mitnehmen“.

 

 

EINE FRAGE DER WÜRDE

 

Dieses vorgenannte spirituelle Erlebnis kann indes durch die Sterbebegleitung zu Hause, mit Hilfe der Farbtherapie, noch eine Steigerung erfahren. Zumal ja Katzen nicht nur einer Krankheit wegen sterben, sondern weil aufgrund ihres Alters die Lebensuhr abgelaufen ist. Da wir in der Regel mit unserem feliden Partner emotional sehr eng verbunden sind, ihn nicht gehen lassen wollen und daher die Bereitschaft der Katze dazu häufig zu ignorieren versuchen, ist das „Zelebrieren“ der Farbtherapie eine sehr schöne, stimmige Form des Abschiednehmens – und uns noch Hoffnung lässt.

Um es also vorweg zu nehmen: ich bin „pro“ Farbtherapie, sie kann fürwahr ein Segen sein für Mensch und Tier. Aber ich möchte doch das Erlösen nicht ausgeklammert wissen, weil wie bei einem Menschen auch eine Katze des Lebens müde sein kann und manchmal einfach „nur weg“ will. Ohne Wenn und Aber, vor allem wenn ihr jeder Tag zur Plage wird, Behandlungsversuche jedoch dem Sterbenwollen entgegenstehen. Das heißt: für die Empfehlung, lebenserhaltende Maßnahmen zu treffen, um die Katze sozusagen fürs natürliche Sterben mit Hilfe der Farbtherapie zu konditionieren, kann ich mich definitiv nicht erwärmen. Es ist eine Frage der Würde. Und da jeder Tod so einzigartig und individuell ist wie jede Geburt, bleibt es uns nicht erspart, das Für und Wider mit unserem Gewissen abzumachen.

 

 

DIE „UMGEKEHRTE“ GEBURT

 

Wir sprechen vom Kreis, der sich schließt, dass Anfang und Ende einander stets berühren oder dass der Sterbeprozess einer Geburt in die körperlose Existenz gleichkommt. Bei der Inkarnation, der Geburt in die materielle Welt, wird unbestritten physische Energie aufgebaut, die mit zunehmendem Alter leicht nachvollziehbar wieder abnimmt, während die sogenannten Energiekörper dichter werden, womit das feinstoffliche Pendant zur physischen Lebensenergie gemeint ist. Mit Exkarnation wiederum wird der Energieaufbau im Sterbeprozess bezeichnet, wo sich das Gleichgewicht zwischen Materie und Energie gegen den lebenden Organismus kehrt. Wie bei der Geburt verläuft auch dieser Prozess wellenförmig – und das kann uns oft ziemlich verwirren, weil wir nicht immer wissen, ob die Katze bereit ist zu sterben und/oder in welcher Sterbephase sie sich befindet.

Das ist auch für einen kundigen Therapeuten nicht immer ganz leicht, dem aufmerksamen Tierbesitzer mögen die im folgenden beschriebenen sechs Stadien den Weg weisen.

 

Ø                 Vorausgeschickt sei noch, dass Sie jede Lichtbestrahlung mit der Katze teilen sollten, sich also neben sie setzen oder sie auf den Schoß nehmen. Und: reden Sie mit ihr! Sie werden es beide zu schätzen wissen.

Ø                 Wenn Sie möchten, können Sie mit Bachblüten die Therapie unterstützen. Auch hier gilt (wenn nicht anders angegeben): gemeinsam mit der Katze einnehmen respektive ihr einige Tropfen auf Körper oder Kopf träufeln. Natürlich können auch andere Bachblüten gewählt werden, und zwar in allen Phasen der Sterbebegleitung – die hier jeweils angegebenen sind lediglich eine Empfehlung.

 

Da auch der Tierorganismus aus den „fünf Elementen“ besteht, habe ich die vorgegebenen Bezeichnungen = Erde, Feuer, Wasser, Luft und Äther übernommen, ungeachtet der Abweichung, wie wir sie aus der taoistischen Philosophie der Feng-Shui-Lehre kennen (Erde, Feuer, Wasser, Holz und Metall). Das muss Sie nicht verwirren, es ändert nichts an der Vorgehensweise.

 

 

ERSTE PHASE

„Die Balance der fünf Elemente“

 

In diesem Stadium ist die Katze noch bei vollem Bewusstsein, nimmt von allein Nahrung auf und wir haben das Gefühl, dass sie noch Interesse hat an dem, was rund um sie geschieht und bis zu einem gewissen Grad auch daran teilnimmt. Sich also nicht absondert und zurückzieht, sondern sich mit ihrem Zustand zu arrangieren scheint, obwohl die Lebensfunktionen aber doch auf die eine oder andere Weise eingeschränkt sind und kein Zweifel besteht, dass sie nicht mehr „wie früher“ wird. Wenn die Katze keine Schmerzen leidet, ist diese Phase für uns wahrscheinlich quälender als für sie, weil wir zwischen Hoffen und Bangen schwanken und die Ungewissheit, ob überhaupt oder wie nahe das Ende nun ist, schier unerträglich ist.

 

Ø                 Die beste Zeit für GELB, zweimal täglich für 30 Minuten.

 

Gelb wird an sich als Entscheidungshilfe für die Katze angesehen, ob sie gehen oder bleiben möchte. Wird das Interesse an der Nahrung geringer oder erlischt, wissen wir, worauf ihre Wahl gefallen ist und

 

Ø                 setzen abwechselnd GELB und ORANGE ein, um die schwächer werdende Physis mit dem warmen, tiefgreifenden Licht zu unterstützen.

Ø                 Bachblüte: Honeysuckle

 

ZWEITE PHASE

„Die Erde löst sich im Wasser auf“

 

Damit beginnt der sogenannte Auflösungsprozess, die Katze richtet sich „nach innen“, verweigert die Nahrung und zieht sich an einen stillen Ort zurück, so sie dazu noch in der Lage ist. Die Lebensfunktionen werden durch die vorhandenen Nährstoffreserven aufrecht erhalten, bis allmählich der Stoffwechsel erlahmt und im Blut die Giftstoffe überhand nehmen. Die Katze wirkt apathisch und beginnt sich merkbar loszulösen, wobei dem aufmerksamen Beobachter ein Geruch nach Azeton auffallen kann. Es wird dringend empfohlen, in dieser Phase keinerlei Versuche zu machen, diesen Prozess durch Reanimation künstlich zu verlängern, sondern

 

Ø                 den inneren Rückzug mit BLAU stressfrei zu unterstützen: 30 Minuten lang.

 

Für die Häufigkeit der Sitzungen gibt es keine Regel, da diese Phase zwischen ein paar Stunden und ein bis zwei Tagen dauern kann. Blau ist die Farbe des freien Fließens und bestimmt die Leichtigkeit, mit der die trotz körperlichem Verfall geistig wache Katze in die folgenden Etappen gleitet.

 

Ø                 Die Bachblüten sind hier nur für den Menschen gedacht: Olive oder Larch für Energieschwache, die Wandlungsblüten Elm oder Gentian für jene, die noch mit der Akzeptanz des Sterbeprozesses kämpfen.

 

 

DRITTE PHASE

„Das Wasser löst sich in Feuer auf“

 

Hier werden wir mit der ersten Wellenbewegung konfrontiert, die unserem Verstehen das meiste abverlangt – denn der Organismus verströmt in einem Schub seine restlichen physischen Kräfte für ein unerwartetes Aufblühen. Was wie eine Spontanheilung anmutet, wird freilich zumeist nach einigen Minuten oder auch Stunden wieder verlöschen, weil Tiere nur sehr selten so viel Energie mobilisieren, dass sie weiterleben. Nichtsdestotrotz ist es möglich, wenngleich dies nur einem Aufschub gleichkommt, selbst wenn er zwei Jahre dauert, und daher trotzdem dem Sterbeprozess zugeordnet wird.

In dieser Phase, die häufig als letztes Aufbäumen gegen den Tod (fehl)interpretiert wird, kehrt indes die Schmerzempfindlichkeit wieder zurück, weshalb vielfach doch erneut die Euthanasie zur Sprache kommt, um das Leiden zu beenden. Es ist auch wirklich schwer, hier einen klaren Kopf zu behalten und hängt natürlich auch von Dauer und Intensität der Schmerzen ab, doch wer‘s schafft, tut sich und seiner Katze Gutes mit

 

Ø                 GRÜNLICHT zur Balance der aufgewühlten Emotionen: 30 Minuten, mehrere Sitzungen in kurzen Intervallen. Wie erwähnt dauert diese Phase nicht lange, wer sie dennoch als zu heftig empfindet, kann mit BLAU und ORANGE abwechseln.

 

Wir wissen alle, wie leicht sich Emotionen übertragen und die Katze nicht nur unsere Wärme und Zuneigung spüren kann, sondern genauso unsere Sorge, Angst oder Panik – verständlicherweise keine sinnige Sterbehilfe. Eine gute Stütze für jeden Sterbebegleiter ist daher die sogenannte Alphaübung (siehe Kasten), die zwar in jedem Stadium abgehalten werden kann und als Basisübung für die im Verlauf des Textes genannten gilt, in dieser Phase aber besonders hilfreich ist: weil unsere innere Entspannung die Fähigkeit zur Wahrnehmung steigert und die sterbende Katze gelassener gehen lässt.

 

Ø                 Für uns wählen wir je nach Verfassung unter den Bach-Blüten Star of Bethlehem (Schock), Honeysuckle oder Walnut (fehlende Akzeptanz) oder Impatience (wenn die nötige Geduld fehlt).

 

 

VIERTE PHASE

„Das Feuer löst sich in Luft auf“

 

Nach der stürmischen dritten Phase folgt nun eine der Ruhe, die Atmung wird flacher und schwächer, das Ausatmen dauert länger und es entsteht eine Pause vor jedem Atemzug, manchmal hechelt die Katze auch leicht und ihre physischen Funktionen verebben. Kein Zweifel, dass sie sich für den Tod entschieden hat und allmählich in die körperlose Dimension gleitet. Wer es zulässt, wird die Stille ebenso fühlen können wie den Frieden und die wachsende feinstoffliche Energie, die vom sich loslösenden Körper freigesetzt wird. Klingt okkult, ist aber so. Es ist sehr wichtig, sich darauf einzulassen und mit sich selbst und der sterbenden Katze „seinen Frieden“ zu machen, das heißt den Tod zu akzeptieren und ihr mit

 

Ø                 VIOLETT die Ablösung der irdischen Hülle und den Weg ins Licht zu erleichtern. Die gesamte folgende Übung sollte nicht länger als 30Minuten dauern. Lässt der Zustand der Katze eine Wiederholung zu, machen Sie dazwischen eine Stunde Pause.

 

Wählen Sie dunkles Violett und achten darauf, dass keine andere elektrische Lichtquelle eingeschaltet ist und Sie nicht direkt ins Violettlicht schauen. Richten Sie es so auf sich und die Katze (die Sie dabei in den Armen halten können) oder auf eine freie Wand, dass Sie beide im matten Schein sitzen. Empfinden Sie die Stille als bedrückend, können Sie im Hintergrund leise, sanfte und langsame Musik laufen lassen. Entspannen Sie sich mit der Basisübung und lassen, wenn Sie auf der Alpha-Ebene angekommen sind, die Atmosphäre auf sich wirken. Heften Sie den Blick nicht auf Gegenstände oder auf die Katze, vertrauen Sie auf Ihr „inneres Auge“ und lassen Bilder und Eindrücke vorüberziehen. Fühlen Sie, was von der Katze zurückkommt und senden mental oder flüsternd liebevolle Botschaften des Vertrauens, Verstehens und des Bei-ihr-Seins.

 

Ø                 Wer möchte, kann Water Violet einnehmen und auch der Katze einige Tropfen auf den Körper oder zwischen die Ohren träufeln

Ø                 White Chestnut indes ist nur für den Sterbebegleiter gedacht, um seine Gedanken zu ordnen und auf die Wahrnehmungen zu konzentrieren.

 

FÜNFTE PHASE

„Die Luft löst sich in Äther auf“

 

Der Übergang in dieses Stadium erfolgt fast unmerklich, der Atem wird immer kleiner, bis er verlöscht und auch das Herz still steht. Der Wechsel zur energetischen Ebene wird häufig als Gefühl beschrieben, als würde „etwas“ über der leeren Hülle schweben. Gefühle werden nun freilich nicht als Beweis angesehen, weshalb es wichtig ist, die verstorbene Katze an ihrem Platz zu lassen und genauso wie im Verlauf einer Totenwache zu warten, bis sie „drüben“ angekommen ist und ihren neuen Weg gefunden hat. Je langsamer der endgültige Abschied, desto tröstlicher – Sie werden es spüren.

Der Eintritt in die Äther-Phase wird als Zustand besonderer Glückseligkeit bezeichnet, weil die Verstorbene befreit ist von Leid und Schmerz, aber in unserer Erinnerung weiterleben wird. Wenn Sie sich mit dem reinen Andenken verständlicherweise (noch) nicht abfinden können, sollten Sie sich nach der Totenwache selbst ein „Lichtbad“ gönnen und sich in

 

Ø                 strahlendes ORANGELICHT setzen, denn es symbolisiert die Freude der Körperablösung nach dem überwundenen Leid.

 

Platzieren Sie die Lampe weit genug entfernt, sodass Sie ganz im Lichtschein sitzen, gehen wieder auf die Alpha-Ebene und lassen das Leben Ihrer Katze Revue passieren, Bilder der Freude, der Gemeinsamkeit und besonders prägender Momente. Sagen Sie ihr alles, was Sie bisher vergessen haben oder wiederholen möchten und lassen Sie sich Zeit für diesen Abschied. Er wird Ihnen bewusst machen, dass Sie keine Schuldgefühle haben müssen, sondern darauf vertrauen können, nicht hilflos oder sinnlos gehandelt zu haben.

 

SECHSTE PHASE

„Der Äther geht in das Ganze ein“

 

Körper und Geist der Katze haben sich getrennt, die sterbliche Hülle wurde beerdigt – was könnte es noch geben? Die Nachtod-Phase, die Hand in Hand mit der Trauerzeit geht und daher den Überlebenden gewidmet ist. Eine Zeit, in der wir mit dem Verlust umzugehen lernen, bis wir in die Normalität des Alltags zurückfinden. Eine Zeit, die Außenstehende gern als sentimentalen Firlefanz abtun, während der Sterbebegleiter noch immer manchmal das Gefühl physischer Nähe hat, als wäre die Katze noch „da“. Lassen Sie sich nicht beirren und

 

Ø                 wiederholen die Sitzungen im ORANGELICHT (es darf auch eine „normale“ Kerze sein) und meditieren ein wenig auf der Alpha-Ebene, zum Beispiel am Lieblingsplatz Ihrer Katze.

 

Oft genügen hin und wieder zehn Minuten, die Welt „draußen“ zu lassen, um sich ihr dann mit allen Sinnen wieder zuwenden zu können ...

 

 

Basisübung:

Machen Sie es sich bequem, schließen die Augen und zählen ganz langsam mit ruhigen, tiefen Atemzügen von zehn bis eins rückwärts – das geht leichter, wenn Sie sich dabei zum Beispiel das Bild einer Treppe vorstellen, die in der friedlichen Umgebung einer schönen, verwunschenen alten Parkanlage von einer Ebene zur anderen führt. Wenn Sie auf der obersten Stufe angekommen sind, haben Sie einen leicht entspannten Zustand erreicht, die Apha-Ebene (Sie können auch zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins, Alpha zählen). Öffnen Sie nun einen kleinen Spalt breit die Augen, blicken durch die Wimpern auf Ihre Katze und versuchen, durch das Pelzchen und losgelöst von Bildern in ihr Innersten zu sehen, ihre Gedanken, ihre Seele zu erreichen – und ihr mental eine Botschaft zu senden: Sagen Sie ihr, dass Sie sie gehen lassen und dass sie diese letzte Reise nicht alleine antreten muss, sondern an ihrer Seite bleiben. Sprechen Sie über die Liebe und die Verbundenheit, die über den Tod hinaus Bestand haben wird.

Beispielsweise. Welche Worte Sie auch wählen möchten (oder von ganz alleine kommen), sie sollten Einklang, Harmonie und Verstehen ausdrücken. Lassen Sie keine „negativen“ Emotionen zu, auch wenn Ihnen der Kummer oder vielleicht Versäumnisse oder Selbstvorwürfe auf der Seele brennen. Ziel der Übung ist die innere Entspannung, die Balance zu finden beziehungsweise in der eigenen Mitte zu bleiben – und die Wahrnehmungsfähigkeit zu sublimieren, um der Katze auf ihrer Ebene begegnen zu können.

Wesentlich ist also der Inhalt Ihrer Botschaft, nicht die Dauer, fünf Minuten können durchaus genügen.

 

 

Die Lichtquelle

Ø                 Farbige Glühlampen – KEINE Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen! Sie können eine Steh- oder Büroleuchte mit Schwenkarm benutzen oder die Lampe “nackt“ über dem Liegeplatz baumeln lassen. Wichtig ist,

Ø                 dass die Lichtquelle zur Katze einen Mindestabstand von 30 Zentimetern nicht unterschreitet

Ø                 dass nur farbiges und KEIN weißes Licht gestreut wird – notfalls müssen Sie aus hitzebeständigen Farbfolien eine „Halskrause“ für die Lampe basteln, welche sich übrigens (übereinandergeklebt) hervorragend eignen, um Zwischenfarben herzustellen. Sie können auch einen (nicht brennbaren) Rahmen anfertigen und mit dem Farbträger vor die Lichtquelle klemmen.

Ø                 Selbstverständlich darf es auch eine Farbtherapielampe mit auswechselbaren Filtern sein.

 

Radierungen (2): Gundi Groh

Öl auf Holz (2): Annemarie Bardon

Regenbogenbilder: AllPosters

 

 

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